Der Super Trot (eine Schwedisch-Deutsch-Österreichische Renn-Serie mit einem 70'000-Euro-Finale in Berlin) hat uns leider erneut kein Glück gebracht. Seinerzeit mit GLOBI klappte es bei zwei Versuchen mit Pech (inklusive einem platten Reifen) nicht für eine Qualifikation. Vor zwei Jahren versuchten wir es in Baden mit DIVINA und MAGGIORE: Da lief es zwar besser, DIVINA gewann ihren Vorlauf und MAGGIORE war in ihrem Zweite (es gab einen so grossen Andrang, dass das Rennen geteilt wurde). So weit so sehr gut. Wir wollten dann mit MAGGIORE nach Berlin, nicht mit DIVINA (rechts herum war nie ihr Ding). Doch die Macher des Super Trot-Cups erklärten uns, dass MAGGIORE als 2. des langsameren Vorlaufs nicht qualifiziert sei (die beiden Sieger des geteilten Vorlaufs und der zeitschnellere 2. - durch den Verzicht von DIVINA liess man den 3. aus ihrem Vorlauf ins Finale, statt MAGGIORE als 2. des anderen Vorlaufs).
Nun wollten wir es endlich nach Berlin schaffen. Die Chancen schienen absolut intakt. ESPADA hatte Klasse genug, im Vorlauf in Baden unter die ersten 3 zu laufen. Die Badener hatten Franck Ouvrie als Special Guest eingeladen und stellten ihn ohne Kostenfolge allen zur Verfügung - zu unserem Erstaunen war er nur in drei Rennen gebucht worden und im ESPADA-Rennen noch frei. Loris wäre sehr gerne wie vor zwei Jahren in Baden gefahren (jener Renntag bleibt in seiner Erinnerung: Sieg mit DIVINA, Sieg mit ECKMUHL JACK und Rang zwei mit MAGGIORE). Alles war geplant für den Trip, inklusive Loris. Doch weil wir in Frankreich auch mit Franck Ouvrie zusammenarbeiten und er ESPADA schon kennt (er war mit ihm in einer Zwölfer-Zeit Dritter in Vincennes), überliess Loris ihm den Platz im Sulky und kümmerte sich seinerseits um die Pferde zu Hause.
Die Orders von Loris an Franck lauteten: Angriff. Den ersten Bogen im Trab meistern und dann den Leader (und späteren Sieger) unter Druck setzen (um entweder an die Spitze zu kommen oder wenigstens das Rennen schnell zu machen und auf die Ausdauer-Karte von ESPADA zu setzen). Denn ESPADA ist kein Sprinter, sondern ein Dauerläufer. Wenn es kein Tempo gibt, hilft ihm das überhaupt nicht. Nun, der ersten Bogen war nach gutem Start von einer äusseren Position hinter dem Auto etwas weniger schnell, wie gedacht. In der Folge blieb ESPADA bis vor die Tribüne (eine gute Runde) aussen mit der "Nase im Wind". Ein aus Berlin angereister Konkurrent schob sich eine Runde vor Schluss an ESPADA vorbei an an die Seite des Leaders. ESPADA hatte damit einen Rücken, aber das Rennen war zu diesem Zeitpunkt - im Nachhinein gesehen - für ihn schon gelaufen. Denn als es nach unterwegs für diese Klasse eher gemächlichem Tempo auf der "letzten halben" recht abrupt zur Sache ging, konnte er nicht beschleunigen (genau dieses Szenario hatten wir befürchtet). Statt wenigstens 2. oder 3. zu werden, trudelte er als 4. ins Ziel. Der undankbarste Platz in diesem Rennen.
Schade, die 2500 Meter in Berlin hätte ihm gepasst. Bestimmt besser als einigen qualifizierten Kandidaten, die auf kürzeren Wegen bessere Leistungen zeigen. Falls einer der drei in Baden vor ihm ins Ziel gekommenen Gegner für den 15. August nicht als Starter angegeben würde, könnte ESPADA nachrücken. Die Chance dafür ist verschwindend klein. Ist abgehakt. Wir suchen im August ein Rennen in Frankreich für ihn.
Wenn es nochmal einen Allegra-Versuch im Super Trot-Cup gibt, dann höchstwahrscheinlich wegen der grossartigen Gastfreundschaft der Verantwortlichen des Badener Rennvereins. Herzlichen Dank dafür.
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Nach 29 Erfolgen im 2025 und 26 Volltreffern im 2024, durften wir in der Saison 2026 dank HARPER SEABROOK, ALMACADO GREE (2), HIGH NOON (2), BEAU GARS (2), MAMMA PAULO, MAYUMI (2), ESPADA (2) und ZARA (2) bereits wieder 14 Siege feiern!
Insgesamt gab es schon 387 Allegra-Siegerehrungen seit der Gründung im Herbst 1999.