Es gibt 2./3. Plätze, mit denen man insgeheim nicht ganz zufrieden sein kann. Und es gibt 5./6. Plätze, die uns mit Stolz erfüllen. Gestern war so ein Tag. Denn die Leistungen unserer beiden Starter waren sehr, sehr gut. Mit besseren Startpositionen und entsprechenden Rennverläufen wäre deutlich mehr drin gewesen. Das gibt Mumm für die kommenden Wochen und Monate.
GOLD hatte ja bei seinem ersten Allegra-Auftritt Anfang August in Aix-les-Bains Pech, wurde in der letzten Gegenseite sehr gut gehend von einem gegnerischen Fahrer unfair abgeschossen. So konnte er seine gute Form nicht zeigen. Gestern war er nach einer kleinen Pause (der Zwischenfall in Aix hatte ärgerlicherweise zur Folge, dass GOLD in der ersten Tour Européen-Etappe in Mons nicht starten konnte...) nun in Wolvega am Start. Mit Holland ist by the way ein weiteres Land hinzugekommen, in welchem eines unserer Pferde im Einsatz war - wenn alles gut läuft, werden wir Ende Oktober auch Belgien für uns entdecken im Rahmen dieser Tour für Trotteur Français. Als Fahrer hatten wir gestern den holländischen Champion Jaap van Rijn verpflichtet, der für uns in Berlin schon ESPADA gefahren hatte. Die beiden mussten aus der zweiten Reihe antreten und zu allem Übel erwischte das Pferd vor ihnen einen miserablen Start, so verlor GOLD schon mehrere Längen, bevor das Rennen überhaupt richtig losgegangen war. In den doch recht engen Bögen hatte er etwas Mühe, vor allem im Schlussbogen musste Jaap ihn festhalten. Der Finish war stark, brachte ihn noch in den Kampf um die Plätze 3 bis 5, wobei am Ende nach Zielfoto der gute fünfte Rang feststand. Jaap sagte, wenn er ihn im Schlussbogen hätte marschieren lassen können, wäre er mit Sicherheit Dritter gewesen. Nun freuen wir uns auf den Prix du Président in Avenches am 12. September. Da sind die Bögen weniger eng (und überhöht), zudem ist die Bahn aller Voraussicht nach weniger hart als in Wolvega.
ESPADA war wenig später in Vincennes am Start. Er hatte ebenfalls die Nummer 9 gezogen, wobei dies in Vincennes ganz aussen ist (nicht wie in Wolvega oder Avenches in der zweiten Reihe ganz innen). Gabriele blieb nichts anderes übrig, als ESPADA defensiv zu fahren. Wäre er losgefahren, hätte ESPADA mit grosser Wahrscheinlichkeit ein hartes Rennen aussen mit der Nase im Wind bekommen. So musste er das Feld vom letzten Platz aus aufrollen. In der Gegenseite kam er innen weiter nach vorne. Den letzten Kilometer absolvierte er in 1:12,5 und somit am zweitschnellsten von allen im Feld. Insgesamt resultierte ein neuer Rekord von 1:11,8. Das ist eine Sekunde schneller als bisher!
Dieses Rennen wird ESPADA wie schon das in Berlin weiterbringen. Er bekommt laufend mehr Rennhärte, das wird sich ausbezahlen. In drei Wochen hat er ein interessantes Rennen in Hyères. Klar ist die Reise nach Südfrankreich etwas weiter. Doch auf dieser Rechtsbahn kann er vorne starten (Bänderstart) und er hat ja in Bihorel bereits beweisen, dass er damit klarkommt. Die Gegner dürften dort auch etwas weniger stark sein als in Paris. Wir sind gespannt.

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Nach 29 Erfolgen im 2025 und 26 Volltreffern im 2024, durften wir in der Saison 2026 dank HARPER SEABROOK (2), ALMACADO GREE (2), HIGH NOON (2), BEAU GARS (2), MAMMA PAULO, MAYUMI (2), ESPADA (2) und ZARA (3) bereits wieder 16 Siege feiern!
Insgesamt gab es schon 389 Allegra-Siegerehrungen seit der Gründung im Herbst 1999.